• EUSTORY Jugendakademie | Foto © David Ausserhofer

    ErlebnisOrte der Demokratie

    Junge Menschen aus ganz Deutschland waren eingeladen, persönlichen ErlebnisOrte der Demokratie in Bildern festzuhalten und zu kommentieren. Die Fotos zeigen, wo und wie Kinder und Jugendliche Demokratie positiv erleben – und wo sie sich mehr Beteiligung wünschen. Entdecken Sie, wie junge Menschen Demokratie im Alltag erleben!

  • Foto © Jann Wilken

    Wie wird Demokratie erlebt?

    Über 200 ErlebnisOrte der Demokratie bieten einen unvergleichlichen Einblick und zeigen, wie Kinder und Jugendliche – ganz persönlich – Demokratie im Alltag erleben: in der Schule, in der Familie und in der Clique, an großen, politischen Entscheidungen und an kleinen Momenten des Alltags.

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Unterschriften und Spontandemo

Brian (18 Jahre) aus Husum

Unterschriften und Spontandemo
Für die Präsentation beim DemokratieFest ausgewählt
17 – 22 Jahre
Protest äußern
Politik und Initiativen
Dieser ErlebnisOrt wurde im Sommer 2012 beim DemokratieFest des Bundespräsidenten präsentiert.

Brian (18) sammelt Unterschriften für den Sportplatz

Kurzfristig entschied der Bauausschuss der Stadt Husum, den Bau der Laufbahn für den geplanten Sportplatz an der Schule von Brian (18) zu streichen. Schon am nächsten Tag sollte das im Stadtverordnetenkollegium beschlossen werden. Für Brian und seine Mitschüler war das nicht tragbar: „Nachdem das geplante Bauvorhaben bereits auf die minimalsten Anforderungen für einen halbwegs nutzbaren Multifunktionssportplatz gekürzt worden war und uns nun auch noch die Laufbahn gestrichen werden sollte, war uns sofort klar, dass wir dies nicht hinnehmen und für den Bau der Laufbahn kämpfen würden“, erzählt Brian. Doch es musste schnell gehen: „Direkt nach Schluss der städtischen Bauausschusssitzung berieten sich die anwesenden Schülervertreter telefonisch mit weiteren SV-Funktionären, und fassten gemeinsam mit Eltern und Lehrern den Entschluss, für die Laufbahn zu kämpfen.“ Eine Unterschriftensammlung und eine Spontandemonstration sollten ihnen helfen, ihre Interessen durchzusetzen. Der Schülervertreter Brian berichtet von der Aktion: „Binnen weniger Stunden des folgenden Vormittags sammelten wir an der Schule über 600 Unterschriften für die Laufbahn und begleiteten die ausschlaggebende Sitzung des Stadtverordnetenkollegiums am Nachmittag als demonstrierende Schulgemeinschaft.“ Alle von der Entscheidung Betroffenen standen gemeinsam dafür ein, dass sich etwas ändert. „Sichtlich beeindruckt durch unseren Willen und beeinflusst von unserer Anwesenheit, lehnte das Stadtverordnetenkollegium die Streichung der Laufbahn ab“, fasst Brian ihren Erfolg zusammen.

Für Brian zeigt sich an diesem Beispiel, wie eine engagierte Schulgemeinschaft kommunale Entscheidungen beeinflussen kann. Zusammen mit den anderen Akteuren in der Schulkonferenz trifft er auch im Alltag Entscheidungen, die die ganze Schulgemeinschaft betreffen. Dass es dabei häufig zu Diskussionen kommt, ist für Brian ein fester Bestandteil des demokratischen Prozesses – für die getroffenen Entscheidungen steht die Gemeinschaft dann gemeinsam ein.


Worüber sollte entschieden werden? / Was war das Problem?

Die Stadt wollte bei dem für unsere Schule geplanten Sportplatz die Laufbahn streichen. Nach dieser Entscheidung des Bauausschusses, entschlossen wir Schülervertreter uns, für den folgenden Tag, an dem die endgültige Entscheidung fallen sollte, eine Unterschriftensammlung sowie eine Spontandemonstration zu organisieren.

Wer war an der Entscheidung beteiligt?

Direkt nach Schluss der städtischen Bauausschusssitzung berieten sich die anwesenden Schülervertreter telefonisch mit weiteren SV-Funktionären, und fassten gemeinsam mit Eltern und Lehrern den Entschluss, für die Laufbahn zu kämpfen. Somit waren alle Gremien der Schulgemeinschaft letztendlich gemeinsam am Erfolg beteiligt.

Wie bist du / seid ihr zu der Entscheidung gekommen?

Nachdem das geplante Bauvorhaben bereits auf die minimalsten Anforderungen für einen halbwegs nutzbaren Multifunktionssportplatz gekürzt worden war und uns nun auch noch die Laufbahn gestrichen werden sollte, war uns sofort klar, dass wir dies nicht hinnehmen würden und für den Bau der Laufbahn kämpfen würden.

Wie ging es nach der Entscheidung weiter?

Binnen weniger Stunden des folgenden Vormittags sammelten wir an der Schule über 600 Unterschriften für die Laufbahn und begleiteten die ausschlaggebende Sitzung des Stadtverordnetenkollegiums am Nachmittag als demonstrierende Schulgemeinschaft. Sichtlich beeindruckt durch unseren Willen und beeinflusst durch unsere Anwesenheit, lehnte das Stadtverordnetenkollegium die Streichung der Laufbahn ab.