• EUSTORY Jugendakademie | Foto © David Ausserhofer

    ErlebnisOrte der Demokratie

    Junge Menschen aus ganz Deutschland waren eingeladen, persönlichen ErlebnisOrte der Demokratie in Bildern festzuhalten und zu kommentieren. Die Fotos zeigen, wo und wie Kinder und Jugendliche Demokratie positiv erleben – und wo sie sich mehr Beteiligung wünschen. Entdecken Sie, wie junge Menschen Demokratie im Alltag erleben!

  • Foto © Jann Wilken

    Wie wird Demokratie erlebt?

    Über 200 ErlebnisOrte der Demokratie bieten einen unvergleichlichen Einblick und zeigen, wie Kinder und Jugendliche – ganz persönlich – Demokratie im Alltag erleben: in der Schule, in der Familie und in der Clique, an großen, politischen Entscheidungen und an kleinen Momenten des Alltags.

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Eine Klassenarbeit nach der anderen

Katharina (13 Jahre) aus Lüneburg

Eine Klassenarbeit nach der anderen
Für die Präsentation beim DemokratieFest ausgewählt
13 – 16 Jahre
Lernen mitverantworten
Schule
Dieser ErlebnisOrt wurde im Sommer 2012 beim DemokratieFest des Bundespräsidenten präsentiert.

Katharina (13) setzt sich gegen ihren Lehrer durch

Klassenarbeiten zu erstellen, zu drucken, auszuteilen und wieder einzusammeln geht insgesamt relativ schnell. Mehr Arbeit macht es den Lehrpersonen, sie dann alle zu korrigieren. Katharina (13) aus Lüneburg und ihre Klassenkameraden merkten das daran, dass sie neue Arbeiten schrieben, die alten aber noch nicht zurückbekamen. Das machte ihr das Lernen natürlich schwer: Denn wie sollte sie an ihren Schwächen arbeiten und es bei der nächsten Arbeit besser machen können, wenn sie zu dem Zeitpunkt noch gar nicht weiß, wie gut sie eigentlich beim letzten Mal war – geschweige denn, was sie konnte und was nicht?

Katharina setzte sich dafür ein, das zu ändern. „Wir haben in unserer Klasse darüber abgestimmt, dass die Klassenarbeiten rechtzeitig korrigiert und zurückgegeben werden, bevor neue Arbeiten geschrieben werden“, erzählt sie. Der Klassenlehrer war zwar nicht ihrer Meinung, „aber wir haben ihn überstimmt!“ Fast verwundert berichtet Katharina, dass ihre Initiative erfolgreich war: „Unser Klassenlehrer hält sich an die Abstimmung. Klassenarbeiten werden jetzt nur geschrieben, wenn die davorliegende Arbeit korrigiert zurückgegeben wurde.“ Katharina kann nun aus ihren Fehlern lernen, bevor sie die nächste Klassenarbeit schreiben muss – und ihre Stärken weiter ausbauen.


Worüber sollte entschieden werden? / Was war das Problem?

Darüber, dass die Klassenarbeiten rechtzeitig korrigiert und zurückgegeben werden, bevor neue Arbeiten geschrieben werden.

Wer war an der Entscheidung beteiligt?

Unser Lehrer und die ganze Klasse.

Wie bist du / seid ihr zu der Entscheidung gekommen?

Wir haben abgestimmt. Wir haben unseren Klassenlehrer überstimmt und er hält sich an unsere Abmachung.

Wie ging es nach der Entscheidung weiter?

Der Klassenlehrer hält sich an die Abstimmung. Klassenarbeiten werden nur geschrieben, wenn die davorliegende Arbeit korrigiert zurückgegeben wurde.