• EUSTORY Jugendakademie | Foto © David Ausserhofer

    ErlebnisOrte der Demokratie

    Junge Menschen aus ganz Deutschland waren eingeladen, persönlichen ErlebnisOrte der Demokratie in Bildern festzuhalten und zu kommentieren. Die Fotos zeigen, wo und wie Kinder und Jugendliche Demokratie positiv erleben – und wo sie sich mehr Beteiligung wünschen. Entdecken Sie, wie junge Menschen Demokratie im Alltag erleben!

  • Foto © Jann Wilken

    Wie wird Demokratie erlebt?

    Über 200 ErlebnisOrte der Demokratie bieten einen unvergleichlichen Einblick und zeigen, wie Kinder und Jugendliche – ganz persönlich – Demokratie im Alltag erleben: in der Schule, in der Familie und in der Clique, an großen, politischen Entscheidungen und an kleinen Momenten des Alltags.

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Wette zur Wahl

Billal (18 Jahre) aus Bremen

Wette zur Wahl
Für die Präsentation beim DemokratieFest ausgewählt
17 – 22 Jahre
Vertreter wählen
Politik und Initiativen
Dieser ErlebnisOrt wurde im Sommer 2012 beim DemokratieFest des Bundespräsidenten präsentiert.

Billal (18) zeigt: „Wir sind keine Idiotes!“

Bei der Bremer Bürgerschaftswahl 2011 galt zum ersten Mal auf Landesebene in Deutschland das Wahlrecht ab 16. Schülerinnen und Schüler des Politikkurses der Bremer Gesamtschule Ost forderten den Fußballprofi Sebastian Prödl des Bundesligisten SV Werder Bremen mit einer Wette zum Wahlrecht ab 16. Die Wette: Wenn bei der Bürgerschaftswahl mehr 16- bis 20-Jährige als 21- bis 35-Jährige ihre Stimme abgeben, wird der Fußballstar eine Unterrichtsstunde halten.

Die Jugendlichen informierten Gleichaltrige mit einer selbst entworfenen und recherchierten Broschüre; sie wollten die Wahlbeteiligung der Erstwähler fördern und begleiten dies mit einem umfassenden Kooperationsprojekt mit anderen Bremer Schulen. Ihr Motto: ,Wählen mit 16 – Wir sind keine Idiotes‘.

„Mit unseren Projekten wollen wir uns in die Demokratie einmischen“, sagt Billal. „Wir können in unserer Schule politische Fragen unserer Stadt erarbeiten. Und dann gehen wir zum Bürgermeister, zum Parlament, zu den Zeitungen – wir mischen mit! Deshalb ist für mich auch unsere Schule ein Ort der Demokratie!“ Sie zeigen, dass Jugendliche Partizipationsmöglichkeiten verantwortungsvoll nutzen wollen und können. Dabei haben sie vielfältige Kontakte mit Regierung und Landesparlament gesucht und gefunden. Ihr Einsatz hat sich gelohnt: Die Jugendlichen gewannen nicht nur ihre Wette, sondern es waren immerhin 48,6% der jungen Menschen wählen!


Worüber sollte entschieden werden? / Was war das Problem?

Wer war an der Entscheidung beteiligt?

Wie bist du / seid ihr zu der Entscheidung gekommen?

Wie ging es nach der Entscheidung weiter?