• EUSTORY Jugendakademie | Foto © David Ausserhofer

    ErlebnisOrte der Demokratie

    Junge Menschen aus ganz Deutschland waren eingeladen, persönlichen ErlebnisOrte der Demokratie in Bildern festzuhalten und zu kommentieren. Die Fotos zeigen, wo und wie Kinder und Jugendliche Demokratie positiv erleben – und wo sie sich mehr Beteiligung wünschen. Entdecken Sie, wie junge Menschen Demokratie im Alltag erleben!

  • Foto © Jann Wilken

    Wie wird Demokratie erlebt?

    Über 200 ErlebnisOrte der Demokratie bieten einen unvergleichlichen Einblick und zeigen, wie Kinder und Jugendliche – ganz persönlich – Demokratie im Alltag erleben: in der Schule, in der Familie und in der Clique, an großen, politischen Entscheidungen und an kleinen Momenten des Alltags.

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Wende in der Atompolitik durch Demokratie

Amira, Justus und Rebecca (Jahrgang 10) aus Münster

Wende in der Atompolitik durch Demokratie
13 – 16 Jahre
Protest äußern
Politik und Initiativen

Worüber sollte entschieden werden? / Was war das Problem?

Nach der Reaktorkatastrophe in Fukushima im März 2011 haben wir uns verstärkt mit dem Thema Atomkraft auseinandergesetzt. Des weiteren sind wir selbst aktiv geworden und waren unter anderem auf den Mahnwachen in Münster und den Großdemonstrationen in Gronau.

Wer war an der Entscheidung beteiligt?

Nach dem „Super-GAU“ eines Atomkraftwerks in Japan im Jahr 2011, haben sich nicht nur wir, sondern auch viele tausend andere Menschen für den Atomausstieg in Deutschland eingesetzt. Innerhalb kurzer Zeit wurde durch den demokratischen Einsatz der Bevölkerung und durch die Einwilligung des Staates die Energiewende beschlossen. Wir (das sind Amira Eistert, Justus Müller - Laackman und Rebecca Wilm) sind Teil der Anti Atom-Bewegung und somit auch an der Entscheidung beteiligt gewesen.

Wie bist du / seid ihr zu der Entscheidung gekommen?

Die Reaktorkatastrophe in Fukushima, die durch ein Erdbeben der Stärke 9 und einen darauf folgenden Tsunami ausgelöst wurde, ereignete sich am 11. März 2011. Kurz zuvor hatte die Bundesregierung Deutschlands eine Laufzeitverlängerung der rund 17 Atomkraftwerke in Deutschland beschlossen. Nach dem 11. März, dem Unglück in Japan, ging eine Welle der Empörung und Unsicherheit durch Deutschland. Bundesweit gingen tausende Menschen auf die Straßen, um für eine sichere Form der Energiegewinnung zu demonstrieren. Die Bewegung, der wir auch angehören, erreichte innerhalb kürzester Zeit einen radikalen Kurswechsel der Atompolitik, die so genannte “180 Grad-Wende”. Demokratie spielte dabei eine große Rolle. Für uns bedeutet Demokratie, dass eine Mehrheit entscheidet, Gleichberechtigung herrscht und Menschenrechte geachtet werden. Außerdem bedeutet Demokratie, dass alle Staatsgewalt vom Volke ausgeht. All diese Punkte verbinden wir mit dem Erfolg der Bürger, die mehrheitlich etwas in Deutschland erreicht haben. Symbolisch haben wir versucht Menschen diese Botschaft zu vermitteln und ihnen einen Einblick in unsere Interpretation von Demokratie zu geben.

Wie ging es nach der Entscheidung weiter?

Nach dem Ausstieg aus der Atomkraft Deutschlands ließ die Protestwelle des Volkes stark nach. Jedoch sind viele nicht zufrieden mit der Entscheidung. Ihnen ist es wichtig auch beispielsweise Urananreicherungsanlagen und Atommülltransporte (Castor) zu stoppen.