• EUSTORY Jugendakademie | Foto © David Ausserhofer

    ErlebnisOrte der Demokratie

    Junge Menschen aus ganz Deutschland waren eingeladen, persönlichen ErlebnisOrte der Demokratie in Bildern festzuhalten und zu kommentieren. Die Fotos zeigen, wo und wie Kinder und Jugendliche Demokratie positiv erleben – und wo sie sich mehr Beteiligung wünschen. Entdecken Sie, wie junge Menschen Demokratie im Alltag erleben!

  • Foto © Jann Wilken

    Wie wird Demokratie erlebt?

    Über 200 ErlebnisOrte der Demokratie bieten einen unvergleichlichen Einblick und zeigen, wie Kinder und Jugendliche – ganz persönlich – Demokratie im Alltag erleben: in der Schule, in der Familie und in der Clique, an großen, politischen Entscheidungen und an kleinen Momenten des Alltags.

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Schüler als Bauplaner

Fabian (14 Jahre) aus Altengönna

Schüler als Bauplaner
Für die Präsentation beim DemokratieFest ausgewählt
13 – 16 Jahre
Umgebung gestalten
Schule
Dieser ErlebnisOrt wurde im Sommer 2012 beim DemokratieFest des Bundespräsidenten präsentiert.

Fabian (14) plant einen Speiseraum

Wenn Erwachsene etwas entscheiden, wirkt das für Kinder oft unumstößlich. Dabei wissen Kinder oft besser, was sie wirklich brauchen. Fabian (14) aus Altengönna hat bewiesen, dass es gut ist, wichtige Entscheidungen gemeinsam zu treffen.

Fabians Schule in Altengönna wurde neu gebaut. Weil ein Schulneubau eine Menge Geld kostet, sollten danach natürlich alle zufrieden sein. Die Schülerinnen und Schüler sahen die von den Architekten vorgelegte Planung kritisch: Die Küche und der Speisesaal sollten im Erdgeschoss eingerichtet werden; die Schüler befürchteten, dass Mittags Essensgerüche durch das ganze Schulhaus ziehen würden. „Die Pläne haben uns nicht gefallen, deshalb haben wir vorgeschlagen, ein Schulbau-Projekt zu machen“, sagt Fabian. Auch die Lehrer konnten sich dafür begeistern, die Schüler selbst bestimmen zu lassen, wo und wie sie künftig zu Mittag essen.

An dem Projekt beteiligten sich alle Schüler und Lehrer der Schule. Da es an Fabians Schule nur rund 50 Schüler gibt, ging das auch ziemlich gut. Gemeinsam haben sie überlegt, wie die neue Mensa aussehen soll. Nach den Projekt-Wochen haben die Schüler die Ergebnisse den Architekten vorgestellt und konnten mit ihren Vorschlägen die Erwachsenen überzeugen: „Die Architekten haben manche unserer Ideen aufgenommen“, berichtet Fabian begeistert. Seine Geschichte zeigt: Auch bei einem Schulneubau ist es gut, Schüler einzubeziehen. In Altengönna sind jetzt jedenfalls alle zufriedener: Küche und Speiseraum sind im zweiten Obergeschoss, und es ziehen keine Essengerüche durch die Schule.


Worüber sollte entschieden werden? / Was war das Problem?

De Architekten hatten beim Schulneubau Küche und Speisesaal im Erdgeschoss geplant. Das hat uns nicht gefallen, und deshalb haben wir ein Schulbau-Projekt vorgeschlagen, dem auch die Lehrer zugestimmt haben.

Wer war an der Entscheidung beteiligt?

An dem Projekt waren alle Schüler und Lehrer der Schule beteiligt. (Anm.: zum damaligen Zeitpunkt ca. 50 Schüler)

Wie bist du / seid ihr zu der Entscheidung gekommen?

Wir haben dann die Ergebnisse unserer Projekt-Wochen den Architekten vorgestellt.

Wie ging es nach der Entscheidung weiter?

Die Architekten haben manche unserer Ideen aufgenommen. Zum Beispiel ist die Küche und der Speiseraum jetzt im 2.OG – so ziehen keine Essengerüche durch die Schule!