• EUSTORY Jugendakademie | Foto © David Ausserhofer

    ErlebnisOrte der Demokratie

    Junge Menschen aus ganz Deutschland waren eingeladen, persönlichen ErlebnisOrte der Demokratie in Bildern festzuhalten und zu kommentieren. Die Fotos zeigen, wo und wie Kinder und Jugendliche Demokratie positiv erleben – und wo sie sich mehr Beteiligung wünschen. Entdecken Sie, wie junge Menschen Demokratie im Alltag erleben!

  • Foto © Jann Wilken

    Wie wird Demokratie erlebt?

    Über 200 ErlebnisOrte der Demokratie bieten einen unvergleichlichen Einblick und zeigen, wie Kinder und Jugendliche – ganz persönlich – Demokratie im Alltag erleben: in der Schule, in der Familie und in der Clique, an großen, politischen Entscheidungen und an kleinen Momenten des Alltags.

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Gründung und Umsetzung einer Politik-AG an meiner Schule

Wendy aus Wabern

Gründung und Umsetzung einer Politik-AG an meiner Schule
Alter unbekannt
Projekte realisieren
Schule

Worüber sollte entschieden werden? / Was war das Problem?

Der Politik-Unterricht war dem politischen Interesse mancher Schüler nicht gewachsen und die Schulleitung sollte von der Gründung einer Politik-AG unter der Leitung einer Schülerin überzeugt werden.

Wer war an der Entscheidung beteiligt?

Die Schulleitung und ich.

Wie bist du / seid ihr zu der Entscheidung gekommen?

Der Politik-Unterricht war mir persönlich zu langweilig, da wir uns nur am Lehrplan entlanghangelten. An der Schule gab es auch nicht viele Möglichkeiten für politisch interessierte Schüler (auch wenn die Zahl gering war) sich zu entfalten und an Wettbewerben teilzunehmen, auch aufgrund der wenigen verfügbaren Lehrer. Durch einen Freund von einer anderen Schule, der bereits auf die Idee kam eine eigene AG zu leiten, entschloss ich mich, auch ein Konzept für eine AG zu entwerfen und den Schulleiter von dieser Idee zu überzeugen. Ich wollte endlich Politik erleben, ohne andauernd nur darüber zu reden und noch viel mehr wollte ich mit anderen Schülern an Projekten arbeiten, die wir interessant fanden und nicht an dem was ein Lehrer oder der Lehrplan uns vorschrieb. Eine Schüler-AG war für mich ein Weg mit anderen Schülern in der Schule aktiv zu sein und den Lehrern zu zeigen, dass Schüler sehr wohl in der Lage sind auch bei komplexeren Themen miteinander und voneinander zu lernen, und sowohl aktiv als auch selbstständig an Projekten zu arbeiten. Eine eigene AG würde nicht nur die Möglichkeit geben in einer anderen Art von Unterricht zu arbeiten, sondern auch freiwillig die Schule auf eine völlig andere Art mitzugestalten

Wie ging es nach der Entscheidung weiter?

Es entstand eine gemütliche kleine Politik-AG. Wenn es aktuelle Themen gab, sprachen oder diskutierten wir darüber. Themen die Schülern auf der Zunge brannten wurden von ihnen vorbereitet und durchgenommen. Nach kurzer Zeit wurden wir bei Projekten ein gern gesehener Ansprech- und Kooperationspartner für Lehrer und Schulleitung. Wir nahmen am „Schülerwettbewerb für politischen Bildung 2009“ teil und 2010 fuhren wir mit Einverständnis der Schulleitung, mit anderen Jugendlichen über eine Aktion des Jugendzentrums in der Nähe, nach Berlin und lernten viel Neues über unsere Hauptstadt und den Mauerfall. Man traute uns weit genug, um uns eigenverantwortlich während einer Projektwoche zum Thema „Mauerfall“ abseits der anderen Klassenprojekte an unseren eigenen Ideen arbeiten zu. Ergebnis war eine ausführliche PowerPoint-Präsentation, eine Statistik und eine Emotionswand mit Zitaten von Zeitzeugen. Das letzte Projekt mit dem wir uns beschäftigten, war „Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage“, wir organisierten eigenständig die Unterschriftensammlung, Information aller Mitschüler, suche des Paten, sowie die Titelübergabe mit Infowänden, Bildern und ein kleines Konzert unsere Paten.