• EUSTORY Jugendakademie | Foto © David Ausserhofer

    ErlebnisOrte der Demokratie

    Junge Menschen aus ganz Deutschland waren eingeladen, persönlichen ErlebnisOrte der Demokratie in Bildern festzuhalten und zu kommentieren. Die Fotos zeigen, wo und wie Kinder und Jugendliche Demokratie positiv erleben – und wo sie sich mehr Beteiligung wünschen. Entdecken Sie, wie junge Menschen Demokratie im Alltag erleben!

  • Foto © Jann Wilken

    Wie wird Demokratie erlebt?

    Über 200 ErlebnisOrte der Demokratie bieten einen unvergleichlichen Einblick und zeigen, wie Kinder und Jugendliche – ganz persönlich – Demokratie im Alltag erleben: in der Schule, in der Familie und in der Clique, an großen, politischen Entscheidungen und an kleinen Momenten des Alltags.

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Einführung eines Haushaltsplans

Denise (17 Jahre) aus Meißen

Einführung eines Haushaltsplans
Für die Präsentation beim DemokratieFest ausgewählt
17 – 22 Jahre
Zusammenleben regeln
Familie
Dieser ErlebnisOrt wurde im Sommer 2012 beim DemokratieFest des Bundespräsidenten präsentiert.

Denise (17) übernimmt Verantwortung für den Haushalt

Nicht nur in der Gesellschaft, auch im Kleinen gilt es täglich Verantwortung zu tragen – für sich, seine Mitmenschen und seine Umgebung. Dass es manchmal bequemer ist, die Verantwortung anderen zu überlassen, erlebte ein Familienvater aus Meißen: Die ganze Hausarbeit blieb an ihm hängen. Dabei betraf die Ordnung und Sauberkeit, wie überall, alle Bewohner des Hauses. Gemeinsam machte sich die Familie der 17-jährigen Denise auf die Suche nach einer Lösung für dieses Problem. Denise beschreibt, wie das klappte: „Die ganze Arbeit im Haushalt ist an meinem Vater hängen geblieben. Deswegen hat er sich eines Tages Zettel und Stift geschnappt hat und sich mit der ganzen Familie hingesetzt.

Wir haben die Arbeiten in Reviere verteilt und gemeinsam überlegt, wie viel Arbeit es jeweils ist, z.B. die Küche sauber zu machen oder Müll weg zu bringen. Dann haben wir geschaut, wie viel jeder von uns übernehmen kann. Wir haben Zeiten festgelegt und ein rotierendes System daraus gemacht.“ Damit nicht am Ende ein schöner Plan an der Wand, die Arbeit aber weiter beim Vater hängt, hat die Familie auch Sanktionen vereinbart: „Wer seine Aufgaben nicht erledigt hat, muss am nächsten Tag mehr machen oder kann nicht mit fernsehen“, erzählt Denise.

Für sie bedeutet Demokratie, dass sie bei Problemen, die sie betreffen, mitbestimmen kann: „Mittlerweile funktioniert die Hausarbeit bei uns ohne Plan, nur mit Absprachen. Inzwischen übernehmen wir alle Verantwortung für unser Haus.“


Worüber sollte entschieden werden? / Was war das Problem?

Der Haushalt muss gemacht werden und die Familie stellt einen Plan auf.

Wer war an der Entscheidung beteiligt?

Eltern und Kinder

Wie bist du / seid ihr zu der Entscheidung gekommen?

Die Aufgaben wurden aufgeschrieben und nach der anfallenden Arbeit gewertet. Dann wurden die Aufgaben im Haushalt gerecht verteilt.

Wie ging es nach der Entscheidung weiter?

Jeder weiß, was er im Haushalt zu tun hat, und welche Aufgaben er zu erfüllen hat, und bis zu welcher Uhrzeit es zu erledigen ist. Jeder hält sich an den Plan.