• EUSTORY Jugendakademie | Foto © David Ausserhofer

    ErlebnisOrte der Demokratie

    Junge Menschen aus ganz Deutschland waren eingeladen, persönlichen ErlebnisOrte der Demokratie in Bildern festzuhalten und zu kommentieren. Die Fotos zeigen, wo und wie Kinder und Jugendliche Demokratie positiv erleben – und wo sie sich mehr Beteiligung wünschen. Entdecken Sie, wie junge Menschen Demokratie im Alltag erleben!

  • Foto © Jann Wilken

    Wie wird Demokratie erlebt?

    Über 200 ErlebnisOrte der Demokratie bieten einen unvergleichlichen Einblick und zeigen, wie Kinder und Jugendliche – ganz persönlich – Demokratie im Alltag erleben: in der Schule, in der Familie und in der Clique, an großen, politischen Entscheidungen und an kleinen Momenten des Alltags.

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Basketball im Rollstuhl

Marvin (14 Jahre) aus Handor

Basketball im Rollstuhl
Für die Präsentation beim DemokratieFest ausgewählt
13 – 16 Jahre
Gemeinsam etwas unternehmen
Familie
Dieser ErlebnisOrt wurde im Sommer 2012 beim DemokratieFest des Bundespräsidenten präsentiert.

Marvin (14) macht zum ersten Mal Sport mit seinem Bruder

Geschwister, die sich zanken und vertragen, raufen und lachen, gemeinsam etwas unternehmen und auch mal etwas Dummes tun: Was einem so selbstverständlich erscheint, ist ungleich schwerer, wenn ein Geschwisterteil ein Handicap hat. Marvin aus Handor wurde 14, bevor er das erste Mal mit seinem Bruder Sport machen konnte – denn sein Bruder sitzt im Rollstuhl.Oft war es deshalb kompliziert, gemeinsam etwas zu unternehmen, auch wenn sich das beide eigentlich wünschten.

„Ein Bekannter hat uns empfohlen, gemeinsam an einer Schnupperstunde im Rollstuhl-Basketball in Lüneburg teilzunehmen“, erinnert sich Marvin. Die Idee zündete schnell: „Meine Eltern, mein Bruder und ich haben entschieden: Da fahren wir hin!“ Dank der Leute vom Rollstuhl-Basketball-Verein wurde der Ausflug ein voller Erfolg: „Meinem Bruder und mir hat das supergut gefallen!“, berichtet Marvin. Auch er konnte dabei neue Erfahrungen sammeln – „Ich habe gemerkt, dass die Sport-Rollstühle wirklich irre schnell sind“, erzählt er überrascht. Nachdem es 14 Jahre dauerte, bis Marvin und sein Bruder gemeinsam Sport machen konnten, soll es jetzt nicht bei dem einen Mal bleiben: „Wir beide sind uns einig: Das machen wir bald wieder!“ Marvin und sein Bruder haben mit dem Rollstuhl-Basketball etwas entdeckt, was ihnen beiden Spaß macht, und das gerade im Sport, wo körperliche Handicaps wohl so stark trennen wie kaum anderswo – ein Beispiel, das Mut macht für mehr Inklusion.


Worüber sollte entschieden werden? / Was war das Problem?

Wir sollten an einer Rollstuhl-Basketball-Schnupperstunde in Lüneburg teilnehmen. Es war das erste Mal, dass ich mit meinem Bruder, der im Rollstuhl sitzt, gemeinsam Sport treiben konnte.

Wer war an der Entscheidung beteiligt?

Meine Eltern, mein Bruder und die Leute vom Rollstuhl-Basketball-Verein.

Wie bist du / seid ihr zu der Entscheidung gekommen?

Wir haben in der Familie entschieden: da fahren wir hin!

Wie ging es nach der Entscheidung weiter?

Meinem Bruder hat das supergut gefallen, und ich habe gemerkt, dass die Sport-Rollstühle irre schnell sind. Wir beide sind uns einig: Das machen wir Anfang Januar 2012 wieder!