• EUSTORY Jugendakademie | Foto © David Ausserhofer

    ErlebnisOrte der Demokratie

    Junge Menschen aus ganz Deutschland waren eingeladen, persönlichen ErlebnisOrte der Demokratie in Bildern festzuhalten und zu kommentieren. Die Fotos zeigen, wo und wie Kinder und Jugendliche Demokratie positiv erleben – und wo sie sich mehr Beteiligung wünschen. Entdecken Sie, wie junge Menschen Demokratie im Alltag erleben!

  • Foto © Jann Wilken

    Wie wird Demokratie erlebt?

    Über 200 ErlebnisOrte der Demokratie bieten einen unvergleichlichen Einblick und zeigen, wie Kinder und Jugendliche – ganz persönlich – Demokratie im Alltag erleben: in der Schule, in der Familie und in der Clique, an großen, politischen Entscheidungen und an kleinen Momenten des Alltags.

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Brief an den Bürgermeister

Jakob, Alina und Emma (10 Jahre) aus Landau

Brief an den Bürgermeister
Für die Präsentation beim DemokratieFest ausgewählt
6 – 12 Jahre
Protest äußern
Schule
Dieser ErlebnisOrt wurde im Sommer 2012 beim DemokratieFest des Bundespräsidenten präsentiert.

Jakob, Alina und Emma (10 Jahre) holen sich ihren Bolzplatz zurück

Stadt- und Regionalplanung führt immer wieder zu Konflikten und weckt Widerstände in der Bevölkerung. Ob es um eine neue Landebahn geht, ein Pumpspeicherwerk oder um eine neue Brücke – immer sind viele Einzelinteressen berührt und die Privilegien des einen müssen den Bedürfnissen von anderen weichen. So erging es auch den Kindern von der Grundschule Süd: Als für eine Nachbarschule eine neue Turnhalle gebaut wurde, war der Bolzplatz der Grundschule Süd im Weg. „Unser Bolzplatz wurde uns weggenommen, weil eine Turnhalle auf dem Platz gebaut wurde. Wir wollten einen neuen Bolzplatz haben!“, blicken Jakob, Alina und Emma (10 Jahre) zurück.

Ihren Unmut ließen die Schülerinnen und Schüler nicht einfach verpuffen, sondern machten ihn zum Thema in der Schulversammlung. Dort stimmten die meisten Kinder dafür, einen neuen Bolzplatz zu bekommen. „Wir haben einen Brief an den Oberbürgermeister geschrieben und einen Brief zurück bekommen. Er hat geschrieben: ,Ihr könnt einen neuen Bolzplatz haben.‘ Jetzt haben wir einen neuen Bolzplatz neben der Turnhalle. Jetzt können wir wieder Fußball spielen.“

An der Grundschule Süd in Landau machen die Kleinen große Politik: Mit ihrem Engagement hatten sie Erfolg und gemeinsam etwas erreicht. Sich einmischen, für die eigene Meinung eintreten, Entscheidungen nicht einfach hinnehmen – was unter dem Stichwort „Stuttgart 21“ groß diskutiert wird, ist an der Grundschule Süd selbstverständlicher Teil des Alltags.


Worüber sollte entschieden werden? / Was war das Problem?

Unser Bolzplatz wurde uns weggenommen, weil eine Turnhalle auf dem Platz gebaut wurde. Wir wollten einen neuen Bolzplatz haben.

Wer war an der Entscheidung beteiligt?

An der Entscheidung beteiligt waren die Kinder der Grundschule Süd und der Oberbürgermeister.

Wie bist du / seid ihr zu der Entscheidung gekommen?

Wir, die Kinder der Grundschule Süd, haben in der Schulversammlung abgestimmt. Die meisten Kinder waren dafür, einen neuen Bolzplatz zu bekommen.

Wie ging es nach der Entscheidung weiter?

Wir haben einen Brief an den Oberbürgermeister geschrieben und einen Brief zurückbekommen. Er hat geschrieben: „Ihr könnt einen neuen Bolzplatz haben." Jetzt haben wir einen neuen Bolzplatz neben der Turnhalle. Jetzt können wir wieder Fußball spielen.