• EUSTORY Jugendakademie | Foto © David Ausserhofer

    ErlebnisOrte der Demokratie

    Junge Menschen aus ganz Deutschland waren eingeladen, persönlichen ErlebnisOrte der Demokratie in Bildern festzuhalten und zu kommentieren. Die Fotos zeigen, wo und wie Kinder und Jugendliche Demokratie positiv erleben – und wo sie sich mehr Beteiligung wünschen. Entdecken Sie, wie junge Menschen Demokratie im Alltag erleben!

  • Foto © Jann Wilken

    Wie wird Demokratie erlebt?

    Über 200 ErlebnisOrte der Demokratie bieten einen unvergleichlichen Einblick und zeigen, wie Kinder und Jugendliche – ganz persönlich – Demokratie im Alltag erleben: in der Schule, in der Familie und in der Clique, an großen, politischen Entscheidungen und an kleinen Momenten des Alltags.

  1. 1
  2. 2

Kinder in Bangladesch

Josefine aus Berlin

Kinder in Bangladesch
Alter unbekannt
Sich für andere engagieren
Politik und Initiativen

Worüber sollte entschieden werden? / Was war das Problem?

Bangladesch ist eines der ärmsten Länder der Welt. Als angehende Lehrer wollten wir also zur Entwicklungs- und Bildungsförderung beisteuern. Bei unserer Zusammenarbeit mit Muslim Aid war schnell klar, dass die meisten Projekte sehr gut liefen. Lediglich die errichteten Schulen verfügten über keinerlei Materialien um den Unterricht kreativ zu gestalten. Das Problem war nun herauszufinden wie wir es schaffen eine Spendengabe von Materialien an die Schulen zu geben ohne die typisch falsch gehende Entwicklungshilfe ("...wir geben einfach...") zubenutzen. Wie könnten wir nun also den Schulen für die Flüchtlingskinder aus Myanmar weiterhelfen?

Wer war an der Entscheidung beteiligt?

An der Entscheidung waren zwei meiner Mitstudenten (aus Litauen und Deutschland) sowie ein Mitarbeiter der Koordination der Organisation Muslim Aid (Bangladesch) als auch Ich beteiligt.

Wie bist du / seid ihr zu der Entscheidung gekommen?

Wir diskutierten unsere finanziellen Mittel, den Aufwand, mögliche Folgen und weiteres... Letzten Endes trugen alle Ideen zu einer Entscheidung bei. Ein weiterer Besuch in den Schulen ermöglichte uns den Einblick in den Schulalltag, das Engagement der Lehrer und die Materialien die die Schulen bereits besaßen. Nach dieser Einsicht und näheren Informationen konnten wir uns nun an die Planung eines Sporttages mit dazugehörenden Preisen in Form von Lehrmaterialien setzen. Andere aufkommende Ideen wurden schriftlich und auch im Gedächtnis behalten und in weiteren Projekten unserer 4-monatigen Studienreise in Asien einbezogen.

Wie ging es nach der Entscheidung weiter?

Wir erschufen zeitliche Rahmen und ein Programm für die Organisation als auch Durchführung der Veranstaltung. In Zweier Gruppen verteilten wir uns nun in die umgebenden Städte und Dörfer um die nötigen Materialien zu finden und erwerben. Nachdem wir alles beisammen hatten sortierten wir die Materialien und diskutieren ein letztes Mal den folgenden Tag mit der Sportveranstaltung. Eine konkrete Aufgabenverteilung war schnell gefunden. Der Tag verlief weitestgehend wie geplant. Die eingeladenen Schüler wurden versammelt, in Schulgruppen aufgeteilt und auch mit zusätzlichen Kindern die einfach so erschienen gemischt. Die Lehrer der Schulen übernahmen weitestgehend die Übersetzungen damit eine Verständigung und Erklärung der Spiele möglich war. Nach der Sportveranstaltung verteilten wir die Preise. Im Nachhinein erklärten wir den Lehrern der teilnehmenden Schulen detailliert wie man die einzigen Materialien im Unterricht einbeziehen kann um sicher zu stellen dass diese auch benutzt werden können. Für die Schulen war diese Sportveranstaltung ein Zeichen von Zusammenhalt, Abwechslung und kreativem Lernen miteinander. Mit der Zugabe von den Lehrmaterialien erschufen wir eine besserer Vorraussetzung für die Bildung der Flüchtlingskinder und somit auch in ihre Zukunft.