• EUSTORY Jugendakademie | Foto © David Ausserhofer

    ErlebnisOrte der Demokratie

    Junge Menschen aus ganz Deutschland waren eingeladen, persönlichen ErlebnisOrte der Demokratie in Bildern festzuhalten und zu kommentieren. Die Fotos zeigen, wo und wie Kinder und Jugendliche Demokratie positiv erleben – und wo sie sich mehr Beteiligung wünschen. Entdecken Sie, wie junge Menschen Demokratie im Alltag erleben!

  • Foto © Jann Wilken

    Wie wird Demokratie erlebt?

    Über 200 ErlebnisOrte der Demokratie bieten einen unvergleichlichen Einblick und zeigen, wie Kinder und Jugendliche – ganz persönlich – Demokratie im Alltag erleben: in der Schule, in der Familie und in der Clique, an großen, politischen Entscheidungen und an kleinen Momenten des Alltags.

  1. 1
  2. 2

Drei Stimmen für Nudeln

Lea-Johanna (16 Jahre) aus Wetzlar

Drei Stimmen für Nudeln
Für die Präsentation beim DemokratieFest ausgewählt
13 – 16 Jahre
Zusammenleben regeln
Familie
Dieser ErlebnisOrt wurde im Sommer 2012 beim DemokratieFest des Bundespräsidenten präsentiert.

Lea-Johanna (16) entscheidet sich zwischen Reis und Nudeln

Pizza gegen Pasta, Gemüse gegen Nachtisch, Fleisch gegen vegetarisch – das gemeinsame, warme Essen in der Familie ist gut für das Zusammenleben, birgt aber ein riesiges Konfliktpotential. So ist das auch in der Familie der 16-jährigen Lea-Johanna aus Wetzlar, erzählt sie: „Wie fast jeden Mittag gab es unterschiedliche Essenswünsche. Das Problem? Keiner hat Lust, zwei verschiedene Essen zu kochen!“ Mit einer demokratischen Abstimmung löste Lea-Johannas Familie die Frage, ob es Reis oder Nudeln geben soll. Das Ergebnis? Drei Stimmen für Nudeln, aber nur eine für Reis. Dafür, dass bei Mehrheitsentscheidungen immer auch jemand verliert, hat die Familie eine gute Lösung gefunden: „Das Essen, welches an diesem Tag zurückstecken musste, wurde am nächsten Tag gekocht.“

Im Kern, das macht Lea-Johanna klar, geht es ihr bei diesem Demokratieerlebnis aber um mehr als die Frage nach dem Mittagessen: „Ich bin der Meinung, dass Familie der kleinste demokratische Raum ist, und es wichtig ist, schon hier Demokratie zu lernen, damit umzugehen und sich gegenseitig zu akzeptieren.“ Was diese richtige, aber abstrakte Forderung im Alltag bedeuten kann, schiebt Lea-Johanna gleich hinterher: „Dies schlägt sich auch darin nieder, dass man essen können sollte, was man möchte!“


Worüber sollte entschieden werden? / Was war das Problem?

Wie fast jeden Mittag gab es unterschiedliche Essenswünsche. Das Problem? Keiner hat Lust zwei verschiedene Essen zu kochen.

Wer war an der Entscheidung beteiligt?

Alle die, die was essen wollten.

Wie bist du / seid ihr zu der Entscheidung gekommen?

Sieht man auf dem Foto ja gut. Voll demokratisch abgestimmt

Wie ging es nach der Entscheidung weiter?

Das Essen, welches an diesem Tag zurückstecken musste, wurde am nächsten Tag gekocht